Nr. 216.06.2008Download: 
Schlägerköpfe und -Schäfte nach Bedarf kombinieren
  • Ein und denselben Schläger in verschiedensten Konfigurationen testen – bislang beneidetes Privileg der Professionals – ist nun auch für Freizeitgolfer möglich
  • Schlägerbausätze für den Endverbraucher
  • Vielfältiges Angebot auf der GOLF EUROPE 2008 in München  
Konnten bislang nur Tour-Pros vielfältige Kopf/Schaftkombinationen testen -  für sie wird mal eben ein und der selbe Schläger mit verschiedenen Schäften im Tour-Truck zurecht gemacht - so stehen jetzt mit modernen Fitting-Systemen vielfältige Möglichkeiten zum Selbstausprobieren nun auch den Freizeitspielern, unabhängig von der Spielstärke, zur Verfügung. Möglich wird das erweiterte Testangebot neuartige Verbindungssysteme zwischen Schlägerkopf und Schaft, die es erlauben, ohne großen Aufwand einen Schlägerkopf mit verschiedenen Schäften zu verbinden oder umgekehrt an einen Schaft Schlägerkopfe in unterschiedlichen Loftzahlen anzubringen. Hunderte von Kombinationen werden so für ein und dasselbe Schlägermodell möglich. Was simpel klingt, hatte in der Vergangenheit immer den Haken, dass bei solchen System mit Gewinden die Verbindungsstellen einen spürbaren Störfaktor darstellten.
 
Neue Spezialkonstruktionen sind nun so gestaltet, dass die Verschlusssysteme wörtlich nicht mehr ins Gewicht fallen und die Hersteller glaubhaft versprechen, dass sich die zusammengefügten Fitting-Schläger anfühlen wie Serienschläger.
 
Doch damit nicht genug. Neueste Idee ist, solche Baukastensysteme aus Schäften und Köpfen auch dem Endverbraucher direkt anzubieten. Der Golfer kauft zum Beispiel zwei Driverköpfe eines Modells und nur einen Schaft. Je nach Wetter
und/oder Platzbedingungen entscheidet er, ob er einen Driver mit mehr oder eher mit weniger Schlagflächenneigung (Loft) spielen will und wählt, bevor er auf die Runde geht, den entsprechenden Driverkopf. Erst eine Ende 2007 veröffentlichte Novelle der Regeln, welche seit 1. Januar 2008 die Verwendung von so genannten „Adjustable Clubs“ erlaubt, macht diese Entwicklung für den Markt möglich. Kaum ist diese Regelung in Kraft, sind die ersten Do-it-yourself-Bausätze auch schon auf dem Markt.
Einzelfälle oder Beginn einer neuen Ära von Golfschlägern? Die GOLF EUROPE 2008, 16. Internationale Fachmesse für den Golfsport, die vom 5. bis 7. Oktober 2008 auf dem Gelände der Neuen Messe in München stattfindet, wird es zeigen.
 
Fest steht, dass sich die großen Hersteller die Patente für entsprechende Verbindungssysteme gesichert haben. Neben den wählbaren Spezifikationen können durch die neuen Schlägerkopf-Schaft-Verbindungs-Technologien künftig auch Farbaspekte eine ganz neue Bedeutung gewinnen. Man stelle sich vor, am Sonntag den Driverkopf in der Farbe passend zum Polohemd zu wählen...
Farbe jedenfalls als Merkmal und als Möglichkeit der Individualisierung rückt ebenfalls stärker in den Blickpunkt für Hartware und wird auf der wichtigsten Leitmesse für Golf in größerem Umfang zu sehen sein. Das Golf-Equipment 2009 wird nicht nur vielfältiger, sondern auch bunter.
 
 
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