- Ein und denselben Schläger in verschiedensten
Konfigurationen testen – bislang beneidetes Privileg der
Professionals – ist nun auch für Freizeitgolfer möglich
- Schlägerbausätze für den Endverbraucher
- Vielfältiges Angebot auf der GOLF EUROPE 2008 in München
Konnten bislang nur Tour-Pros
vielfältige Kopf/Schaftkombinationen testen -
für sie wird mal eben ein und der selbe Schläger mit verschiedenen
Schäften im Tour-Truck zurecht gemacht - so stehen jetzt mit modernen
Fitting-Systemen vielfältige Möglichkeiten zum Selbstausprobieren nun auch den
Freizeitspielern, unabhängig von der Spielstärke, zur Verfügung. Möglich wird
das erweiterte Testangebot neuartige Verbindungssysteme zwischen Schlägerkopf
und Schaft, die es erlauben, ohne großen Aufwand einen Schlägerkopf mit
verschiedenen Schäften zu verbinden oder umgekehrt an einen Schaft Schlägerkopfe
in unterschiedlichen Loftzahlen anzubringen. Hunderte von Kombinationen werden
so für ein und dasselbe Schlägermodell möglich. Was simpel klingt, hatte in der
Vergangenheit immer den Haken, dass bei solchen System mit Gewinden die
Verbindungsstellen einen spürbaren Störfaktor darstellten.
Neue Spezialkonstruktionen sind nun so
gestaltet, dass die Verschlusssysteme wörtlich nicht mehr ins Gewicht fallen
und die Hersteller glaubhaft versprechen, dass sich die zusammengefügten
Fitting-Schläger anfühlen wie Serienschläger.
Doch damit nicht genug. Neueste Idee
ist, solche Baukastensysteme aus Schäften und Köpfen auch dem Endverbraucher
direkt anzubieten. Der Golfer kauft zum Beispiel zwei Driverköpfe eines Modells
und nur einen Schaft. Je nach Wetter
und/oder Platzbedingungen entscheidet
er, ob er einen Driver mit mehr oder eher mit weniger Schlagflächenneigung
(Loft) spielen will und wählt, bevor er auf die Runde geht, den entsprechenden
Driverkopf. Erst eine Ende 2007 veröffentlichte Novelle der Regeln, welche seit
1. Januar 2008 die Verwendung von so genannten „Adjustable Clubs“ erlaubt,
macht diese Entwicklung für den Markt möglich. Kaum ist diese Regelung in
Kraft, sind die ersten Do-it-yourself-Bausätze auch schon auf dem Markt.
Einzelfälle oder Beginn einer neuen Ära
von Golfschlägern? Die GOLF EUROPE 2008, 16. Internationale Fachmesse für den
Golfsport, die vom 5. bis 7. Oktober 2008 auf dem Gelände der Neuen Messe in
München stattfindet, wird es zeigen.
Fest steht, dass sich die großen
Hersteller die Patente für entsprechende Verbindungssysteme gesichert haben.
Neben den wählbaren Spezifikationen können durch die neuen
Schlägerkopf-Schaft-Verbindungs-Technologien künftig auch Farbaspekte eine ganz
neue Bedeutung gewinnen. Man stelle sich vor, am Sonntag den Driverkopf in der
Farbe passend zum Polohemd zu wählen...
Farbe jedenfalls als Merkmal und als
Möglichkeit der Individualisierung rückt ebenfalls stärker in den Blickpunkt
für Hartware und wird auf der wichtigsten Leitmesse für Golf in größerem Umfang
zu sehen sein. Das Golf-Equipment 2009 wird nicht nur vielfältiger, sondern
auch bunter.
2/MK/sf