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Allgemein: In allen Hartwarenbereichen rund um das
Golfspiel, vom Driver bis zum Ball, vom Handschuh bis zum Schuh, versucht man
immer differenzierter unterschiedlichste Anforderungen zu erfüllen. Das
Ergebnis ist zum einen ein deutlich größeres und stärker differenziertes
Angebot, zum anderen kommt bei Schlägern im zweiten Schritt noch die echte
Maß-Anpassung (Custom Fitting) hinzu. Zu den Trends, die von Produktgruppen
losgelöst und übergreifend, möglicherweise sogar unabhängig von Golf sind,
gehören unter anderem Begriffe wie „Smart“, „IQ“ oder „Nano“ –derzeit beliebte
Präfixe im Zusammenhang mit Produktnamen oder den ihnen innewohnenden
Technologien. Driver
/ Hölzer / Hybrids / Eisen / Wedges / Putter: Wichtigstes Stichwort bleibt MOI –
Trägheitsmoment. In den Designs erhalten Driver und Fairwayhölzer aber
schnittigere Formen. Anleihen dafür holt man sich in der Aeronautik. Die
Auswahl der Standardoptionen für die einzelnen Modelle wird größer. Mehr
Materialaus-wahl, mehr Schäfte, mehr Schlagflächen- und Loftoptionen für
unterschiedliche Schwung-profile bis hin zu Do-it-yourself-Angeboten, die den
Schaftwechsel in die Hand des Spielers legen. Von hinten verstärkte Schlagflächen
vergrößern den Sweetspot in allen Schlägerkategorien noch beträchtlich. Bei
Hybrids sorgen sogenannte Progressive-Designs für eine gleichbleibende
Flugkurvencharakteristik. Stärker gekrümmte Sohlen lassen Eisen, aber auch
Hybrids leichter durchs Gras gleiten. Sets die mehrere Schlägerarten
(Utility-Holz, Hybrid-Eisen, Eisen) integrieren, erleichtern Einsteigern erste
Erfolge. Bei Wedges dominieren scharfkantige große Rillen, die dem Ball viel
Rückwärtsdrall geben. Putter werden stark von den Themen MOI, Wechselgewichte
und mehrschichtig aufgebaute Schlagflächen beherrscht. In den Designs erwarten
den Spieler teils überaus futuristische Formen. Bälle: Der Markt 2009 sieht ein größeres Angebot
in feinerer Segmentierung. Wie bei Schlägern geht es um die feinere Abstimmung
auf Schwungprofil und Schwunggeschwindigkeiten. Beispiel: Performance-Bälle mit
Tour-Eigenschaften für mittlere Schwunggeschwindig-keiten. Oder Bälle, die
einen hohen Ballflug für viel Flugweite unterstützen, und solche, die im
Gegenteil zu hohe Flugkurven reduzieren. Letztere sind speziell für
High-Speed-Swinger gedacht. Darüber hinaus kommt mehr Farbe ins Spiel bis hin
zu Glitzerfarben und glitzernden Oberflächen. Technisch wird an Aerodynamik und
Schalenmischungen gefeilt. Schuhe
/ Handschuhe Ein kraftvoller Drive beginnt mit der
Stabilität des Schuhs. Auch in dieser Produktgruppe gibt es Neuentwicklungen,
die hohes Schwungtempo in besonderem Maße berücksichtigen. Sohlen mit
Stabilitätsinseln, umgeben von weichen Flex-Kanälen im festen TPU-Bett und im
Mittelfuß verstärkt durch Fiberglas oder Leichtmetallkeile, bilden eine stabile
Plattform. Bei Spikes wird ein Hybridspike vorgestellt, der Eigenschaften von
Metall und Kunststoff in sich vereint. Für Obermaterialen wird ein neues
Verfahren gezeigt, das Schuhe absolut wasserdicht macht, ohne sie zu
erschweren, sie starrer zu machen oder die Atmungsaktivität zu beeinträchtigen.
Trend für den mehr freizeitorientierten Spieler sind Golfschuhe mit niedrigem
Sohlenaufbau, sogenannten „Low-Profile“-Schuhe. Sie werden mit oder auch ohne
Spikes angeboten und können auch auf der Straße und in der Freizeit getragen
werden. Individualität ist ein Thema und wird durch Modelle abgedeckt, die sich
Golfer farblich selbst am Computer gestalten und auch mit Emblemen oder
Monogrammen verzieren lassen können. Swarovskisteine, Hit bei Ballmarkern der
Saison 2008, sorgen für einen glamourösen Auftritt. Entsprechende Schuhe werden
erstmals auf der GOLF EUROPE 2008 gezeigt. Energieübertragung und Energiedämpfung sind
neue Themen, mit denen sich neben Griffigkeit und Passform die
Handschuhhersteller befasst haben. Gezielte Verstärkungen wirken
schockabsorbierend, andere Konstruktionen wollen durch besondere Feinfühligkeit
und Passform lange Drives unterstützen. Trolleys
/ Bags Räder mit besonders wenig Rollwiderstand,
längenverstellbare Deichseln zur optimalen Anpassung an die Körpergröße, und
kleinste – cabriofreundliche – Packmaße durch neu entwickelte Faltmechanismen
sind die wesentlichen neuen Themen für Trolleys. Hinzu kommen besonders leicht
zu bedienende Einhand-Faltmechaniken. Um Packmaß und Gewicht geht es wesentlich
auch bei den neuen E-Trolleys. Raumsparend werden neue Bestmarken erreicht.
Hinzu kommt eine größere Auswahl an Zusatz-Features wie Berg-Bremsen,
Fernbedienungen und andere. Bei Bags setzen sich Farben stärker durch.
Technisch liegt ein Augenmerk auf Organizer-Systemen, die auch Hybrids durch
eigene, entsprechend gestaltete Schächte Rechnung tragen. Wasserdichtigkeit
aller verarbeiteten Materialien erspart die Regenhaube. Bei Reisebags wird ein
System vorgestellt, das ähnlich einem Flugzeug auf halber Länge ein Fahrwerk
ausfährt und somit beim Ziehen kaum mehr ins Gewicht fällt. 285
Aussteller aus 26 Ländern zeigen die neuesten Trends auf der GOLF EUROPE 2008
vom 5. – 7. Oktober 2008 in München. |