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Nr. 1024.09.2008Download: 
Driver so schnittig wie Formel-1-Cars
  • MOI bleibt Motor neuer Entwicklungen
  • Größere Sweetspots, mehr Aerodynamik, ausgefeilte Gleitsohlen
  • Größere Auswahl für unterschiedlichste Schwungprofile
  • Schaftwechsel und nachträgliche Anpassmöglichkeiten  
Das wichtigste Stichwort auf der GOLF EUROPE 2009 vom 5. bis 7. Oktober 2008 in München bleibt MOI, engl. Moment of Inertia = Massenträgheitsmoment. Auch ohne nähere Physik-Kenntnisse ist MOI inzwischen wohl allen Golfern bekannt, ist doch ein hohes MOI Merkmal für höherer Stabilität und darf in keinem modernen spielunterstützenden Schläger fehlen.
 
Für 2009 bietet die Industrie dem Golfspieler mehr Kaufanreize denn je. Nie waren die neuen Groß-Kopf-Driver rassiger, schnittiger, formschöner und futuristischer als für die Saison 2009. Die Designabteilungen haben ganze Arbeit geleistet und sich Anregungen bei „echten Männerthemen“ geholt: bei Racing-Cars, Starfightern, modernster Aeronautik.
Die Designs zeigen eine klare Formensprache voll Kraft und Dynamik gepaart mit aerodynamischen Aspekten. Letztere haben wesentlich die neuen Formen beeinflusst. Sie drücken sich in fließenden Übergängen aus und in sich nach hinten verjüngenden Schlägerköpfen (Driver). Gewichtskartuschen, -pads oder -einsätze erfüllen nicht nur ihren Zweck (den Schwerpunkt tief und weit nach hinten zu verlagern), sondern werden elegant in die Designs integriert - teils wie Intarsien glatt in die Sohlen oder den Übergang zum Schlägerrücken, teils spoilerähnlich abgesetzt. Der Kampfjet F-22 und Lamborghinis Reventón dienten einem der großen Driverhersteller als Inspirationsquelle für seinen neuesten Wurf.
Neben überzeugender Ästhetik warten die Modelle 2009 mit ebenso überzeugenden Hardfacts auf: Dünne Wandstärken und ultraleichte Composite-Materialien erlauben es, in neue Grenzbereiche der gezielten Gewichtsverteilung vorzustoßen (alle Schlägerbereiche) und noch mehr Gewicht(e) in die Sohlen zu legen, um den Ballabflug zu erleichtern.
 
Die Schlagflächen (Driver und Hölzer) werden noch etwas länger, und vor allem noch verzeihender durch größere Sweetspots. Rückseitige Verstärkungen der ultradünnen Metalle (in Trapez-, Rhombus-, Kreuz- oder X-Form) erweitern die optimale Treffzone praktisch über die gesamte Schlagfläche: auch nicht mittig getroffene Bälle fliegen weiter und gerader als früher. Im Prinzip muss man den Ball nur noch „irgendwo“ an der Schlagfläche treffen. 
 
Getunt wird auch an neuen „Sound“- und „Feel“-Designs. Dämpfende Kunststoffrippen verwandeln zu hellen Klang in einen satten Sound.
 
Mehr als je zuvor kommen alle Schlägertypen unterschiedlichen Schwungprofilen entgegen. So werden sowohl reine Titanversionen als auch Multi-Material-Varianten angeboten.
 
Bei Drivern, Fairwayhölzern und Hybrids geht der Trend dahin, nicht nur verschiedene Loftgrade anzubieten, sondern auch eine größere Auswahl an Standardschäften. Der Golfer wählt 2009 seinen Schaft nicht nur nach Gewicht und Flexibilität aus, sondern auch nach der gewünschten (oder für ihn passenden) Flugkurve (eher hoch, oder flach; mit mehr oder weniger Spin). Aus mehreren Lofts kann der Golfspieler nächste Saison auch beim Holz Nr. 3 wählen, um die für ihn passende Flugkurve zu erhalten.
 
Den Sidespin selbst beeinflussen: Mehr Auswahlmöglichkeiten wird es auch im Hinblick auf die bevorzugte Schlagflächenstellung (neutral oder geschlossen) geben. Verschiedene Modelle werden in beiden Versionen angeboten. Brandneu wird auf der diesjährigen GOLF EUROPE die Option präsentiert, eine Drawflugkurve nachträglich einzustellen. Möglich wird dies durch ein Spezial-Hosel, welches eine Schaftarretierung in zwei unterschiedlichen Schlägerkopfstellungen erlaubt.
 
Damit nicht genug: Dieses und auch weitere Systeme erlauben darüber hinaus sogar einen nachträglichen Schaftwechsel seitens des Anwenders. So kann der Spieler je nach Wetter- und Platzbedingungen den gewünschten Schaft einsetzen oder zu seinem Standardschaft einen Schlägerkopf mit mehr oder weniger Loft wählen.
 
Auf den Spieler maßangepasste Schläger sind ein Megatrend, dem sich keiner entziehen kann. In erster Linie dienen daher die erwähnten Hosel/Stecksysteme von Schlägerkopf und Schaft dem professionellen Custom-Fitting durch Golflehrer oder in Fitting-Stationen.
 
Vielfältigste Neuerungen gibt es bei Eisen. Verstärkt auf den Einsteiger-Teeboxen  stehen Sets, die mehrere Schlägerformen – Utility-Hölzer, Hybrid-Eisen und Eisen mit breiter Sohle –  in einem Schlägersatz von 8 bis 10 Schlägern vereinen. Vorteil: Alle Längenschritte sind optimal auf einander abgestimmt.
 
Auf breiter Bahn zu beobachten sind neue, ausgefeiltere Sohlendesigns. Sie sind häufig von vorne nach hinten und von der Spitze zur Ferse stärker gerundet. Effekt: Die Fläche, die mit dem Boden Kontakt hat, ist kleiner, die Schläger gleiten besser durch das Gras, verkanten weniger, der Bodenwiderstand wird reduziert vor allem auch bei Schlägen aus hohem Gras und Rough.
 
MOI beflügelt Putter-Designer zu futuristischen, kühnen Formen. Ähnlichkeiten zu Star Wars Pod Racer sind durchaus beabsichtigt. Wechselgewichte erlauben eine Anpassung an die persönliche Schlagintensität oder an unterschiedlich schnelle Grüns. Aus mehreren Kunststoffen mehrschichtig aufgebaute Schlagflächen oder  Kombinationen aus Kunststoffen und gefrästen Stahlschlagflächen vermitteln ein neues Schlaggefühl: mehr Gefühl, dazu Performance und Haltbarkeit.
 
Die GOLF EUROPE 2008, 16. Internationale Fachmesse für den Golfsport vom 5. bis
7. Oktober 2008 in München bietet einen umfassenden Überblick über die aktuellen Produkte für die nächste Golfsaison.
 
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